T.C. Boyle: No Way Home

In dem vorliegenden Roman geht es um eine fast klassische Dreiecksbeziehung - zwei sehr unterschiedliche Männer lieben oder besser gesagt begehren dieselbe Frau: Bethany.

Keine der drei Personen, der überarbeitete Arzt, der präpotente Ex-Lover, die naive und berechnende (nein - das schließt einander nicht aus) Frau - ist sympathisch. Dennoch folgt man ihnen atemlos durch knapp 400 Seiten.

Terry (der Arzt) kehrt nach dem Tod seiner Mutter nach Nevada zurück, zunächst nur, um die Erbangelegenheiten zu regeln. Er trifft Bethany, die gerade von ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde, in einer Bar und verliebt sich in sie. Bethany besetzt kurzerhand das Haus der verstorbenen Mutter, vermietet unter, streitet sich mit den Nachbarn - es gelingt ihr aber stets, Terry wieder zu umgarnen. Und ihr Ex ist auch oder weil ein Konkurrent aufgetaucht ist, wieder Feuer und Flamme.

Klassische toxische Männlichkeit in der Hitze Nevadas, erzählt aus den drei unterschiedlichen Perspektiven: großes Kino im Papierformat!

 

Ute Gartmann


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