Tina N. Martin: Apfelmädchen

„Apfelmädchen“ ist ein Buchtipp für Fans von skandinavischen Krimis, besser noch Thrillern – wie bei vielen skandinavischen AutorInnen geht es sehr brutal zu – das als kleine Warnung. In der nordschwedischen Stadt Boden wird eine allseits beliebte Lehrerin nicht nur ermordet, sondern ihr Leichnam wird sehr brutal inszeniert aufgefunden. Die beiden Kriminalkommissare Idun Lind und ihr Kollege Calle Brandt versuchen herauszufinden, was passiert ist: Wie in jedem Tatort oder Polizeiruf 110 recherchieren sie zunächst im familiären Umfeld, später im Kollegium und bleiben erst einmal ratlos. Scheinbar gibt es weder Feinde noch ein Motiv … Der Roman spielt auf zwei Ebenen: in der Jetztzeit und in den 1980iger Jahren. Bei den Rückblicken geht es scheinbar nur um eine Familiengeschichte, doch Lesende spüren mehr und mehr eine diffuse Bedrohung. Ich wollte immer schneller lesen und wie so oft bei spannenden Büchern las ich noch ein Kapitel und noch eins und noch eins. Apfelmädchen ist der Auftakt zu einer Krimireihe – die Kommissarin ist sympathisch, sehr zäh, verlässt sich häufig auf ihre Intuition – und ich bin gespannt auf ihren nächsten Fall.


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