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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783579059600
Sprache: Deutsch
Umfang: 40 S.
Format (T/L/B): 0.4 x 20 x 12.5 cm
Auflage: 1. Auflage 2010
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Bisher: 2,95 Euro - Jetzt nur noch: 1,49 Euro Eine einfühlsame Orientierungshilfe, die für mehr Achtung, Respekt und Nachhaltigkeit im täglichen Miteinander plädiert Gegenseitige Achtung zukunftsweisende, lebensbejahende ÜberLebensGeste Zuvorkommend sein, meinen Mitmenschen Respekt erweisen, ihnen mit Achtung begegnen - das sind keine verstaubten, altmodischen Höflichkeitsformen, sondern zukunftsweisende, lebensbejahende Über-Lebens-Gesten, die dem anderen zeigen: Ich nehme dich wahr, ich nehme dich ernst, ich nehme dich an, ich würdige dich, deine Leistung, deine Versäumnisse, deine Eigenarten, die das Leben erst spannend, bunt und aufregend machen. Dieses Buch zeigt uns auf einfühlsame Weise, dass Respekt tatsächlich vom Himmel fällt, von Gott kommt, der die Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat. Dieser Respekt, der vom Himmel fällt, will von uns allen auf der Erde mit Leben gefüllt werden: Alle Achtung!

Autorenportrait

Susanne Breit-Keßler, geb. 1954, ist seit 2001 Regionalbischöfin und Oberkirchenrätin im Kirchenkreis München. Sie ist Inhaberin verschiedener Ämter in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die ausgebildete Journalistin und Publizistin ist bekannt als

Leseprobe

Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde und schuf sie als Mann und Frau. ( 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 27 ) "Alle Achtung!", sagt er zu ihr. In seiner Stimme klingt Respekt, und der tut ihr gut. Respekt kommt aus dem Lateinischen: Respicere heißt "zurückblicken, Rücksicht nehmen auf, berücksichtigen". Wer einer anderen Person Respekt zollt, nimmt sich Zeit, auf das zu blicken, was sie gesagt und getan hat oder wie sie ist. Er würdigt damit den anderen Menschen in seiner eigenen Art. Auf solchen Respekt hat jeder Mensch ein Recht, unabhängig von seinem Herkunftsland, seiner Hautfarbe, seiner Sprache, seiner Religion, seinem Alter, seinem Berufsstand, seinen Neigungen - weil er als Ebenbild Gottes geschaffen ist. Hören Jesus sagt: "Wer Ohren hat zu hören, der höre!" ( Evangelium nach Lukas, Kapitel 4, Vers 23 ) Motorenlärm, klingende Handys, berieselnde Musik, Werbung und Informationen überall. Wie soll man da noch wirklich hören? In einer Stadt sagt ein Indianer zu seinem Begleiter: "Ich höre eine Grille zirpen." Der andere hört nur den Lärm der Stadt. Da lässt der Indianer eine Münze fallen, und alle Passanten drehen sich danach um. "Siehst du", sagt er, "es kommt darauf an, worauf du zu hören gewohnt bist." Hören beginnt mit Schweigen. Zuhören auch. Zuvorkommend sein Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. ( Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5, Vers 41 ) Im Miteinander des Alltags sind es kleine Gesten, die guttun und unseren Mitmenschen Respekt erweisen: jemandem in den Mantel helfen, einen Stuhl anbieten, die Tür aufhalten, eine schwere Tasche abnehmen. Alles mehr als ein Akt altmodischer Höflichkeit. Es zeigt: Ich nehme dich wahr und möchte dir deinen Weg erleichtern. Zuvorkommen heißt, sich auf den Weg zum anderen zu machen, ihm also entgegenzukommen, noch bevor er bei mir ist. Nehmen und Geben gehen Hand in Hand. Denn nicht nur Geben würdigt den anderen, auch Hilfe annehmen würdigt den, der sie mir schenken möchte. Rituale pflegen Vorlesen, Gute-Nacht-Lied, Gute-Nacht-Kuss -liebenswürdige Rituale, die das Leben der Kinder achten. Die Kleinen kommen zur Ruhe und die Angst vor der Nacht wird besänftigt. Nicht nur Kinder brauchen Rituale, auch Erwachsene respektieren den Rhythmus des Daseins, wenn sie wissen, was wann dran ist: Feierabend, Sonntagsruhe, Feste feiern, wie sie fallen. Wie beginne ich den Tag? Wie beschließe ich ihn? Gibt es Pausen-Rituale dazwischen? Wie alle guten Dinge brauchen auch Rituale Pflege. Wer sie kultiviert, übt sich in eine heilsame Ordnung ein, geht achtsam mit seinem Inneren um und freut sich an der Übereinstimmung von Gebärde, von Geste und Leben. Ritual ein Verschnaufen, ein Atemholen der Seele. Mut zur Demut In Demut achte einer den anderen, und ein jeder achte nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient. ( Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi, Kapitel 2, Vers 3 ) Hinter dem altmodischen Wort "Demut" steckt der Mut, ein Ziel zu verfolgen, weil man davon überzeugt ist, dass es dienlich ist - nicht, weil man sich damit profilieren will. Wie gut, wenn es nicht immer um mich selber geht! Wenn ich mich nicht mit allem beweisen muss, sondern schlicht tun kann, was ich für richtig halte! Das geht leichter, wenn man weiß: Ich verdanke mich nicht mir selbst. Und mein Heil muss ich mir auch nicht erst verdienen. Geschöpfe achten Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat, samt allen Kreaturen. ( Martin Luther ) Achtsam mit den Mit-Geschöpfen umgehen - die Erinnerung daran, dass alles, was lebt, aus Gott kommt, genügt: Gottes Lebenskraft und Weisheit sind im Kleinsten wie im Größten wirksam. Diese Wahrheit öffnet Augen, Ohren und alle Sinne. Wir sehen in allem Spuren seines Lebens. Wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen, ist eine Sache des Glaubens. Guten Tag! Moin! Hallo! Grüß Gott! Jedem Anfang wohnt ein Zauber, manchmal

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