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Buchtipps - Romane A-Z

„Die Nachtigall“ ist die eine der beiden Hauptpersonen: Isabelle, eine junge Frau, die aus dem besetzten Frankreich Flüchtlinge über die Pyrenäen nach Spanien bringt – die andere Protagonistin ist ihre ältere Schwester Vianne, die in der französischen Provinz versucht, ihre Tochter und sich anständig durch den Krieg zu bringen.

Der wunderhübsch gestaltete Band lädt zum in die Hand nehmen ein: eine kleine Novelle über einen Restaurator, der 1920 in der englischen Provinz ein Gemälde in einer Kirche freilegt. Er lernt schnell die anderen Bewohner und Nachbarn kennen, fügt sich ein, genießt die Ruhe und den Sommer. Vor allem kann er sich in der Stille des Dorfes von seinen Kriegserfahrungen erholen. Zuviel wird wie immer nicht verraten – aber das Buch ist ideal für Englandfans, für an Malerei Interessierte …

„Schnell, Dein Leben“ beginnt in den fünfziger Jahren in Frankreich: eine Clique junger Studenten, zu denen auch ein Deutscher gehört, entdeckt Lyon, Musik, die Nachtclubs – das Leben und die Liebe.  Die Protagonistin Louise verliebt sich – und gegen den Wunsch und die Vorstellung ihrer Familie, verliebt sie sich ausgerechnet in den Deutschen, der noch vor so kurzer Zeit der „Feind“ war. Sie heiratet, zieht mit ihm fort  in ein deutsches Dorf, die Kinder werden groß, die Eltern sterben.

Haben Sie gerne `Altes Land´ gelesen, dann kommt hier genau das richtige nächste Buch:

Man begleitet zwei jüdische Jungen. Der eine ist 1934 15 Jahre alt und wird im Laufe des Romans ein berühmter Zauberer. Der andere ist 2007 10 Jahre alt und leidet gerade ganz furchtbar, weil seine Eltern sich trennen. Beim Auszug des Vaters fällt dem aus seinen ganzen Sachen eine alte Schallplatte heraus, die der Junge aufsammelt und dann auch behalten darf.

Eigentlich mag ich nicht so gern märchenhafte Erzählungen – aber keine Regel ohne Ausnahme! Sungs Laden ist die Ausnahme: die Geschichte beginnt damit, dass Minh, ein Junge, der in Berlin aufgewachsen ist, „etwas aus seiner Heimat“ mit in die Schule bringen soll.

Poschenrieder ist auf dem besten Weg, einer meiner Lieblingsautoren zu werden. Er schreibt so wunderbar präzise, schnörkellos und kompakt . “ Seltsam: Alle haben Angst vor dem Tod, aber keiner macht sich Gedanken, wo er vor seiner Geburt gewesen ist. Wohin die Lebensreise führt scheint so viel wichtiger als die Frage , woher wir kommen.“